Neukölln – Abgasnebel statt Kleingärten

Die Autobahn nur 100 Meter vom Schlafzimmer

Für die Anwohner der Aronsstraße und der weiter östlich liegenden Hochhäuser wird die sechsspurige, in einem nach oben offenen Trog liegenden, Autobahn erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität mit sich bringen. Wollte man es zynisch ausdrücken, so könnte man die Auswirkungen wie folgt benennen: "Ein ständiger Lärmteppich wird die Ruhe der Kleingärten ablösen, gelegentliche Grillgerüche werden Staub und Abgasschwaden weichen." Trotz passivem und aktivem Lärmschutz wird sich die Wohnqualität spürbar verschlechtern. Lärmschutzfenster helfen nur wenn sie geschlossen bleiben.

Eine gärtnerische Nutzung wird zwischen Sonnenallee, Arons-und Dieselstraße, ja bis zur Kiefholzstraße ist auch auf den Kleingartenparzellen die nicht direkt unter der Trasse liegen nicht mehr möglich sein. Jedenfalls kann man jedem nur abraten der in der unmittelbaren Umgebung der Autobahn nach Satzung der Bundeskleingärtner Obst und Gemüse züchten will diese auch zu verzehren.

Die Verkehrsmengen werden in diesem Bereich denen am Anschluss Treptower Park mit 65.000 bis 80.000 Kfz/24h gleichen. Sollte tatsächlich einmal ein Weiterbau der A 100 zur Frankfurter Allee realisiert werden, drohen bis zu 130.000 Kfz/24h.

Die zu erwartenden Anschlussproblemen Am Treptower Park werden auch für die Sonnenallee verstärkten Ausweichverkehr mit sich bringen. Das wird man im weiteren Verlauf der Sonnenallee Richtung Innenstadt ganz sicher spüren.

Deshalb sagen wir, diese Autobahn darf wegen der Verschlechterung der Lebensqualität, dem Verlust von sehr vielen Kleingärten und damit Frischluftspendern nicht gebaut werden.